Der Baustoffhersteller Remmers hat sein Produktangebot für Flachdachabdichtung erweitert. Das neue Portfolio reagiert auf steigende technische Anforderungen an Flachdächer, die durch Dachbegrünung, Photovoltaikanlagen und verschärfte Klimaresilienz-Vorgaben entstehen. Für Maler- und Dachhandwerksbetriebe bedeutet das Zugang zu Systemlösungen, die mehrere Nutzungsszenarien auf einer Dachfläche kombinieren.

Flachdächer werden in Neubauten und Sanierungen zunehmend multifunktional: Neben klassischer Abdichtung sollen sie Solarmodule tragen, extensive oder intensive Begrünung ermöglichen und Starkregenereignisse puffern. Remmers positioniert sich mit dem erweiterten Sortiment als Systemanbieter, der vom Voranstrich über die Abdichtungsbahn bis zur Oberflächenversiegelung alle Komponenten aus einer Hand liefert. Die Kompatibilität innerhalb des Systems soll laut Anbieter Verarbeitungsfehler reduzieren und Gewährleistungsfragen vereinfachen.

Besonders relevant für Verarbeiter ist die Integration von Grundierungen und Flüssigabdichtungen, die auf unterschiedlichen Untergründen – Beton, Holz, Bitumen – haften. Das Portfolio umfasst Produkte für Neubau und Sanierung, darunter schnell überbaubare Varianten für witterungsempfindliche Projekte. Remmers reagiert damit auch auf den anhaltenden Zeitdruck auf Baustellen, wo kurze Trocknungszeiten und schnelle Weiterbearbeitung über Projekterfolg entscheiden.

Der Abdichtungsmarkt für Flachdächer ist hart umkämpft. Neben etablierten Playern wie Sto SE und Knauf drängen zunehmend Anbieter mit hybriden Systemen – etwa kombiniert mit Dämmstoffen oder integrierten Entwässerungslösungen – in das Segment. Für Malerunternehmen, die ins Dachgeschäft diversifizieren, ist die Systemkompetenz des Lieferanten entscheidend: Wer Abdichtung, Anstrich und Dämmung aus einer Hand beziehen kann, spart Schnittstellenkoordination und haftet klarer gegenüber dem Bauherrn.

Die erweiterte Produktlinie von Remmers adressiert auch die steigende Nachfrage nach Wärmedämmverbundsystemen und Abdichtungen, die mit Dachbegrünung kombinierbar sind. Insbesondere in urbanen Quartieren mit hoher Flächenkonkurrenz wird die Mehrfachnutzung von Dachflächen zur Pflicht. Betriebe, die solche Systeme sicher verarbeiten können, gewinnen Wettbewerbsvorteile – vorausgesetzt, die Schulungs- und Verarbeitungsrichtlinien des Herstellers werden konsequent eingehalten.

Für das Malerhandwerk bleibt die Frage, ob der Einstieg ins Flachdach-Geschäft lohnt. Die Margen sind attraktiv, die Haftungsrisiken jedoch hoch. Remmers bietet auf seiner Website technische Merkblätter, Verarbeitungsvideos und einen Hotline-Support – ein Indiz dafür, dass der Hersteller auch weniger erfahrene Betriebe als Zielgruppe sieht. Wer über Sanierputz-Projekte bereits Remmers-Kunde ist, kann das Flachdach-Portfolio als Ergänzung prüfen.