Der Baustoffhersteller Remmers erweitert sein Portfolio bei Bauwerksabdichtung und Holzschutz. Das Unternehmen aus Löningen reagiert damit auf gestiegene Nachfrage nach Sanierungslösungen, die sowohl Bestandsschutz als auch energetische Anforderungen adressieren. Welche konkreten Produkte neu eingeführt werden, ist derzeit noch nicht im Detail bekannt.
Die Portfolioerweiterung fokussiert auf zwei Kernbereiche: Abdichtungssysteme für Bauwerke und Schutzsysteme für Holzkonstruktionen. Beide Segmente gewinnen durch verschärfte Bauvorschriften und den wachsenden Sanierungsstau im Gebäudebestand an Bedeutung. Besonders bei Altbausanierungen steigt der Bedarf an dauerhaften Abdichtungen gegen Feuchtigkeit und Schadstoffe.
Im Bereich Bauwerksabdichtung dürften mineralische und kunststoffmodifizierte Systeme eine Rolle spielen, die mit Grundierungen und speziellen Abdichtungslagen arbeiten. Solche Systeme kommen vor allem bei erdberührten Bauteilen, Kellerwänden und Sockelbereichen zum Einsatz. Die Kombination aus flexibler Abdichtung und dampfdiffusionsoffenen Beschichtungen ermöglicht es, historische Bausubstanz zu schützen, ohne die Bauphysik zu stören.
Beim Holzschutz setzt die Branche verstärkt auf wasserbasierte Systeme und Lasuren, die ohne hohe VOC-Werte auskommen. Remmers positioniert sich hier in einem Markt, der von steigenden Anforderungen an Dauerhaftigkeit und Umweltverträglichkeit geprägt ist. Besonders im Außenbereich – Fassadenholz, Balkone, Fenster – sind UV-stabile und wasserabweisende Beschichtungen gefragt, die dennoch atmungsaktiv bleiben.
Die Produkterweiterung erfolgt in einem Umfeld, das von Nachhaltigkeitszielen der EU und nationalen Förderprogrammen für energetische Sanierungen geprägt ist. Malerbetriebe und Fassadensanierer benötigen Systeme, die sich schnell verarbeiten lassen und zugleich langfristige Garantien ermöglichen. Abdichtungssysteme müssen heute nicht nur technisch funktionieren, sondern auch in Gesamtkonzepte mit Dämmung und Feuchtemanagement integrierbar sein.
Weitere Details zu den neuen Produktlinien, Verarbeitungshinweisen und technischen Datenblättern will Remmers zeitnah veröffentlichen. Interessant bleibt, wie sich das Unternehmen gegenüber etablierten Anbietern wie Knauf, Sto SE oder Caparol im Segment Bauwerksabdichtung differenziert und ob neue Formulierungen oder Anwendungstechniken zum Einsatz kommen.